Freiwilligendienste

Jetzt bewerben!

Aktuell stehen potentiellen Bewerbern noch zahlreiche spannende Arbeitsmöglichkeiten in verschiedenen Arbeitsfeldern der Diakonie offen.

Bis zum 1. September und darüber hinaus können Sie sich bei uns bewerben.

Der Freiwilligendienst FSJ wird gefördert durch den Europäischen Sozialfond (ESF) der Europäischen Union.

 

Wir haben es erfunden!

Die Diakonie engagiert sich aus christlicher Nächstenliebe für Menschen, die Unterstützung benötigen. Mit dem Aufruf "Wagt ein Jahr Eures Lebens für die Diakonie" startete im Jahr 1954 die Erfolgsgeschichte des organisierten freiwilligen Engagements, aus dem sich das Freiwillige Soziale Jahr (Diakonisches Jahr) entwickelte. Seither wurde das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) als Bildungs- und Orientierungsjahr kontinuierlich weiter entwickelt.

Das Diakonische Werk Mecklenburg-Vorpommern e. V. bietet seit 1991 das FSJ innerhalb der Mitgliedseinrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern an. Über 2.000 Freiwillige wurden seitdem während ihres Dienstes durch den Landesverband der Diakonie begleitet.

Im Jahr 2011 wurde der Bundesfreiwilligendienstes (BFD) eingeführt. Freiwilliges Engagement kann seitdem allen Altersgruppen angeboten werden.

Mein FSJ - Ein Erfahrungsbericht

Foto: Katrin Luther

Ein Freiwilligenjahr bei der Diakonie – Alina Düring erzählt: „Ich bin selbstbewusster und selbstständiger geworden.“ 

Nach ihrem Abitur und einem zweimonatigem Auslandspraktikum in Irland entschied sich Alina Düring, ein Freiwilliges Soziales Jahr bei der Diakonie zu absolvieren. Die 19-Jährige aus Holthusen arbeitet im Landesverband der Diakonie in Schwerin in den Fachbereichen Ökumenische Diakonie, Migration und Flucht und Freiwilligendienste.  

Wie kam es dazu, dass Sie sich nach ihrem Abitur 2018 für ein Freiwilliges Soziales Jahr entschieden haben?

„Das kam ganz spontan. Ich war gerade mit der Schule fertig und ich wusste, dass ich nicht sofort im Anschluss an die Uni gehen möchte. Ich war vom Lernen total fertig und hatte keine Lust mehr. Ich dachte darüber nach, erstmal Nebenjobs anzunehmen, aber dann erfuhr ich von der Möglichkeit, ein FSJ zu machen. Das gefiel mir viel besser. Obwohl ich ziemlich spät dran war im August 2018, klappte es dann noch bei der Diakonie.“  

Welche Aufgaben haben Sie bei der Diakonie?

„Ich begleite viele Veranstaltungen von Brot für die Welt und des Fachbereich Ökumenische Diakonie, Migration und Flucht. Meine erste Veranstaltung war der Verschenkeoffene Sonntag in Schwerin. Da habe ich mit Kindern und Erwachsenen Buchupcycling durchgeführt und fühlte mich sehr wohl. Auch die Projektwoche in der Montessori Schule in Schwerin hat mir Spaß gemacht. Ich hatte eigene Aufgaben, zum Beispiel das Vorbereiten von Spielen. Das Größte, was ich eigenständig gemacht habe, war Action Bound. Das ist eine Art digitale Schnitzeljagd auf dem Tablet. Es ging hier um das Thema Plastikverschmutzung der Meere. Man beantwortet Fragen und diese habe ich mir selber ausgedacht. Im Fachbereich Freiwilligendienste habe ich Seminare für die Freiwilligen mit vorbereitet.“  

Hatten diese Tätigkeiten einen Lerneffekt für Sie?

„Ich musste bei den zahlreichen Veranstaltungen über meinen Schatten springen. Ich bin selbstbewusster und selbstständiger geworden. Auch habe ich jetzt mehr Ahnung in kulturellen Angelegenheiten. Vor allem die interkulturellen Kontakte waren sehr bereichernd.“    

Haben die Begegnungen mit Geflüchteten etwas in Ihrem Denken verändert?

„Ich war vorher schon ein eher offener Mensch. Aber es hat mir nochmal gezeigt, dass es richtig ist, wenn man nicht so voreingenommen ist. Beim Tag der offenen Gesellschaft, den die Diakonie in Schwerin veranstaltet hat, habe ich besonders intensiv diese Vielfalt erfahren. Das empfinde ich als Bereicherung.“  

Ihr Freiwilligenjahr bei der Diakonie neigt sich dem Ende zu. Was nehmen Sie an Erfahrungen aus dem FSJ mit?

„Ich nehme die Erfahrung mit, dass ich keine Angst haben muss und dass man immer versuchen sollte, mit jedem zu reden und auch zuzuhören. Außerdem ist die Selbständigkeit ein wichtiger Punkt für mich. Ich bin nun selbstsicher in meinem Tun, auch bei neuen Dingen. Ich weiß, wie ich mir Dinge erarbeiten kann und habe da auch diese Sicherheit, dass es dann auch so in Ordnung ist, wie ich es mache.“  

Würden Sie anderen Menschen zu einem Freiwilligenjahr raten?

„Ja, ich habe im Diakonischen Werk Mecklenburg-Vorpommern sehr gute Erfahrungen gemacht. Ich hatte hier die Möglichkeit, mich selber noch besser kennenzulernen. In der Schule habe ich dieses strikte System erlebt. Hier habe ich Freiheit erfahren, über Dinge nachzudenken ohne ständig so unter massivem Druck zu stehen wie im Abitur. Ich bin da auch gelassener geworden, kann Prioritäten setzen.“  

Mit welchem Gefühl werden Sie die Diakonie verlassen?

„Ich bin traurig, da ich nicht gedacht hätte, dass ich mich mit allen so gut verstehe würde. Das war wirklich eine große Überraschung für mich. In der Schule kam ich mit den meisten meiner Lehrer nicht so gut klar. Immer wenn ich mich unwohl fühle, rede ich nicht. Und so habe ich in einigen Fächer in der Schule meinen Mund nicht aufgekriegt. Hier rede ich sehr viel. Das ist ein Beweis dafür ist, dass ich mich wohl fühle. Ich freue mich aber auch auf etwas Neues. Auf eine neue Stadt, neue Menschen, Erfahrungen und Eindrücke.“  

Wohin führt Sie Ihr nächster Schritt?

„Nach Köln. Ich werde dort Ethnologie und Islamwissenschaften studieren und bin schon sehr aufgeregt. Doch wenn ich dann mal wieder in Schwerin bin, werde ich auf jeden Fall meine Kolleginnen und Kollegen bei der Diakonie besuchen.“  

nach oben